Aktion „Saubere Luft“ mit Oliver Krischer

GRÜNE Wuppertal haben am Freitag, den 22. September 2017 gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer in einer Aktion zum autofreien Tag in der Stadt Stickstoffdioxid und Feinstaub gemessen.

Mit eigenen Messgeräten, Atemschutzmasken und Flugblättern ausgestattet, haben die Wuppertaler GRÜNEN in einer Aktion für saubere Luft die Feinstaub-, wie auch die NO2-Belastung der Luft an mehreren Stellen in Wuppertal ermittelt und Passant*innen auf die Problematik der zu hohen Abgaswerte, insbesondere von Dieselfahrzeugen, aufmerksam gemacht. Dazu bekamen die GRÜNEN Unterstützung von Oliver Krischer, für die GRÜNEN Mitglied im Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestags.

Die Grenzwerte für Stickoxide sind an vielen Messstationen auch in 2016 wieder überschritten worden. Während für Feinstaub die Schutzmaßnahmen, wie Umweltzonen, Wirkung zeigen und eine deutliche Abnahme erkennbar ist, ist die Situation bei Stickoxiden weiterhin dramatisch: An 60 von 127 Messstellen wird in NRW der EU-Grenzwert für die mittlere Jahresbelastung nicht eingehalten. Auch in Wuppertal wurden die Grenzwerte wieder deutlich überschritten. Darum haben die Wuppertaler GRÜNEN am Wicküler Park, am Döppersberg und am Robert-Daum-Platz Messgeräte zur NO2-Messung aufgehangen um hier aktuelle Messwerte zu erhalten.

Von Stickoxiden gehen große Gesundheitsrisiken aus: Sie können schwere Lungen- und Herz-Kreislauferkrankungen auslösen. Dazu Sylvia Meyer, Direktkandidatin von den GRÜNEN in Wuppertal: „Schon alleine die Statistik zeigt uns, dass wir hier dringenden Handlungsbedarf haben: 10.000 Todesfälle sind in Deutschland jährlich auf Verkehrsemissionen zurückzuführen, das sind dreimal mehr als es Unfalltote in Deutschland gibt!“

Viele unabhängige Abgasmessungen zeigen, dass selbst neue Euro 6-Diesel-Autos fast aller Hersteller, die Grenzwerte zwar auf dem Teststand, nicht aber auf der Straße einhalten. Zum Teil überschreiten auch noch Neufahrzeuge den Grenzwert um mehr als das Zehnfache. Weil die Belastung in den Innenstädten nicht zurückgeht, fordern Gerichte inzwischen Fahrverbote für viele Stadtzentren. „Die Autoindustrie und Verkehrsminister Dobrindt sind in der Verantwortung, Fahrverbote zu verhindern. Es kann ja nicht sein, dass Autofahrer das Tricksen und Betrügen der Autoindustrie mit freundlicher Unterstützung der Bundesregierung ausbaden sollen. Deshalb fordern wir die Autoindustrie und Bundesregierung auf, Dieselautos technisch so umzurüsten, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Allein Software-Updates sind keine Lösung. Da die Industrie das Problem verursacht hat, muss sie natürlich auch für die Umrüstung aufkommen. Nur so lassen sich Fahrverbote vermeiden.“, fügt Oliver Krischer hinzu.

 

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