Gute Politik fürs Handwerk – wie muss diese aussehen?

„Das Handwerk wird nicht richtig wahrgenommen, obwohl es eine Riesenmasse ist. Wir gehen von 5,6 Millionen Menschen aus, die im Handwerk arbeiten“, so Andreas Zawierucha, stellvertretender Bezirksbürgermeister in Langerfeld-Beyenburg. Er selbst ist Malermeister und heute Lehrer am Berufskolleg. „Wir sollten dieses Thema in Deutschland und auch hier regional mehr in den Fokus rücken, denn die Handwerker*innen sind der Motor der Transformation. Ohne Handwerk – ohne die Hand, die das ausführt, was der Kopf sich ausdenkt, können wir nicht schaffen, worüber wir uns tagtäglich streiten: Die Klimakrise zu bewältigen.“ 

Aus diesem Grund luden die Wuppertaler GRÜNEN vergangene Woche zum Gespräch ein: Wo liegen die Probleme neben dem Fachkräftemangel? Und wie kann die Politik helfen Lösungen zu finden?

„Das Handwerk ist unglaublich vielfältig. Wir haben 137 Handwerksberufe, die man erlernen kann und es gibt viele Menschen, die im Handwerk nicht nur ihren Beruf, sondern ihre Berufung gefunden haben“, betont Marc Zimmermann, handwerkspolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion in NRW und gelernter Stuckateur. Mit Blick auf die Situation im Landtag sagt er: „Den wirklichen Bezug zum Handwerk haben in der Politik nur Wenige. Das ist ein Punkt, den ich jedem empfehlen kann, der Politik macht: Sprecht mit den Handwerkern vor Ort. Es mag vielleicht bei Vielen eine gewisse Zurückhaltung GRÜNEN gegenüber geben, aber wenn wir ehrlich unsere Wertschätzung ausdrücken und sagen, dass wir das Handwerk brauchen für das, was wir tun, dann sind auch die Handwerksbetriebe und Handwerkerinnen und Handwerker immer erfreut über jedes Gespräch, das wir führen.“ 

Inan Özer, Sprecher der GRÜNEN Wuppertal, moderierte die Veranstaltung: „Ich bin selbst Handwerker. Ich habe den KFZ-Mechatroniker gelernt und bin erst dann in die Justiz gewechselt. Da spielten auch finanzielle Herausforderungen eine Rolle. Wenn ich heute mit meinem alten Arbeitgeber spreche, geht es oft um fehlenden Nachwuchs. Als GRÜNE können wir uns jetzt den Herausforderungen stellen, die unter den vorherigen Regierungen verschlafen wurden.“

Franziska Truse, Kreisverbandssprecherin fügt hinzu: „Mit einem ersten Aufschlag zu diesem komplexen Thema werden wir uns nicht zufrieden geben. Wir müssen die Belange der Handwerker*innen politisch hören und begleiten. Daher planen wir weitere Bürger*innen-offene Veranstaltungen, unter anderem zu der Frage: Massenware von IKEA oder handwerkliche Wertarbeit – wohin steuert die Gesellschaft und was könnte das für die Zukunft des Handwerks bedeuten?“

Das Podiumsgespräch mit Marc Zimmermann, MdL zu „Herausforderungen des Handwerks und Lösungsversuche der Politik – nur gut gemeint oder auch gut gemacht?“ findet sich in voller Länge unter gleichem Namen auf dem YouTube-Kanal der GRÜNEN Wuppertal. 

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